Mittwoch, 29. Oktober 2014

DIY oder Getestet: MERA LINDA Cosmetic Kits

Vor einer Weile wurde ich gefragt, ob ich nicht einmal Lust hätte, die DIY-Kits von Mera Linda auszuprobieren. Klar hatte ich Lust, also schickte mir die liebe Besitzerin drei der neun verschiedenen Sets zum probieren zu.
Bei den Cosmetic Kits von Mera Linda hat man die Möglichkeit, seine Naturkosmetik selbst anzufertigen. Die bereits abgemessenen, zum Großteil veganen, Inhaltsstoffe kann man dann zu Kosmetika zusammenrühren - Selberrühren für Faule sozusagen. ;)
    

Ich habe mir dann das Feeling Peeling Körperpeeling (22,90€), die Mera To Go Bodylotion (17,90€) und die Luxus Po Anti-Cellulitecreme (19,90€) ausgesucht. Nicht dass ich an die Wirkung solcher Cremes glauben würde, aber mich hat die Beschreibung einfach angesprochen!

         
Als ich die Zeit hatte, ging es dann ans Zusammenrühren. Das sollte ganz einfach sein und war es bei zwei von drei Produkten auch. Man musste die unterschiedlichen Phasen (Wasserphase und Ölphase) nur aus den einzelnen Gefäßen in erhitzbare Gläser geben und im Wasserbad schmelzen bzw. auf die gleiche Temperatur bringen. Der Einfachheit halber, habe ich das ganze in Marmeladengläsern gemacht, die ich zuvor mit kochendem Wasser gereinigt habe.
Nun gibt man beide Phasen zusammen und mixt sie mit dem Küchengerät, bis sie sich verbunden haben. Wenn das Ganze dann etwas abgekühlt ist, gibt man als letzten Schritt die Wirk- und Duftstoffe hinzu. Beim Duft hat man übrigens bei allen Produkten die Wahl zwischen parfümierten und unparfümierten Sets!
Nochmal gut rühren, abfüllen, beschriften, fertig!
  
   
     

Das hat dann beim Peeling und bei der Bodylotion ganz wunderbar funktioniert. Bei Luxus Po hatte ich Schwierigkeiten. Ich habe es mehrfach versucht, das Ganze immer wieder erwärmt und konnte die Phasen einfach nicht miteinander verrühren. Des Rätsels Lösung: zu wenig Wasser beziehungsweise Wasserphase. Ein Glück hatte ich noch Orangenblütenwasser da, welches es den Hauptbestandteil der Wasserphase bildet. Ich habe es einfach untergerührt und tadaaa! Es klappte. Ich hatte sogar so viel Spaß der Mischung beim Rühren und fluffig werden zuzusehen, dass ich im Endeffekt so viel Orangenblütenwasser hinzugegeben habe, dass die fertige Creme das Abfüllglas sprengte.
Woran das lag, das weiß ich nicht. Eventuell ist beim Erwärmen etwas von der Wasserphase verdampft oder es ist bei der Abfüllung einfach ein Messfehler passiert. So oder so, ließ sich das ja sehr gut retten! :)
  
    
Und wie sind sie nun, die Produkte?
   
Das Feeling Peeling ist schnell ein Liebling geworden! Mandel-Nuss-Olivenkern Granulat schrubbelt die Haut ab. Und zwar richtig gut! Ich hab gern Peelings, die den Körper stark peelen, nutze gern Salz oder Zucker dafür, klassische Kaufprodukte sind mir meist nicht intensiv genug. Hier passen Größe und Menge der Peelingkörnchen und die Körnchen sinken nicht ab.
Ich habe das Peeling erst ein paar Wochen nach der Fertigung angebrochen und seitdem hat es sich nicht verändert. Es hat eine mittelfeste Konsistenz, ist aber recht fluffig. Auch der Duft hat sich nicht verändert. Der ist übrigens prima. Das verwendete Orangenblütenwasser kommt raus, daneben ist dann ein leichter, süßlicher Duft.
Außerdem ist die Pflege toll. Ich verwende das Peeling nicht zu Beginn, sondern abschließend, da es durch seinen hohen Anteil an Mangobutter und Kokosöl ein Eincremen nach dem Duschen unnötig macht!
     
   
    
     
Die Mera To Go ist eine eher flüssige Lotion. Hier habe ich das Gefühl, dass die Pflege sich seit dem Anrühren doch ein wenig verflüssigt hat. Entsprechend leicht lässt sich diese Lotion verteilen ohne zu weißeln. Sie zieht schnell weg und hinterlässt ein samtiges Gefühl.
Die Pflege ist eher leicht, für das momentane Wetter (noch) und die tägliche Anwendung im Sommer sehr gut geeignet. Sie bietet sich natürlich auch an, wenn man sich nach dem Eincremen schnell anziehen will. Ich bin da zwar nicht soo penibel, aber bei der Lotion ist das wirklich überhaupt kein Problem!
Auch hier hat man geruchlich wieder einen Anteil an Neroli, dazu kommt ein Duft ähnlich dem des Peelings.
     
   
     
     
    
  
Die Luxus Po Pflege ist geruchlich und bei der Konsistenz bei mir ganz vorn. Weicher Fluff und ein recht ausgeprägter Neroli-Duft - beides kein Wunder bei der Menge an Orangenblütenwasser, die ich da noch zugegeben habe. (Auch mein Freund liebt den Geruch! :) )
So ist die Creme sicher auch nicht ganz so reichhaltig, wie sie angedacht war, aber immer noch sehr pflegend. Das kommt vor allem durch Jojobaöl in Kombination mit verschiedenen straffenden Wirkstoffen. An die Straffung glaube ich zwar nicht, trotzdem mag ich die Creme sehr.
Sie ist übrigens als eins der wenigen Mera Linda Produkte nicht vegan.


   
   
   
     
Mein Fazit:
Es handelt sich hier um solide Pflegeprodukte mit schönen Inhaltsstoffen. Aber das Beste an dem Ganzen ist einfach das Zusammenrühren, was seeehr viel Spaß und Lust auf mehr Rühren gemacht hat!
Die Düfte bei den Produkten sind leider relativ ähnlich. Ich mag ihn zwar gern, aber etwas mehr Abwechslung wäre schön. Ansonsten habe ich nichts auszusetzen.
Vor allem das Peeling hat mich überzeugt!


Die Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!
     
    

Kommentare:

  1. Oh cool - das ist wirklich süss umgesetzt von Mera Linda. Ich mag die Grundidee mit wirklich wenig Zutaten auszukommen und genau zu wissen, wie was be/verarbeitet wurde und wäre somit eigentlich ein prädestinierter Selbstrüher. Aber den Schritt zu wagen und alle Zutaten bzw. überhaupt erstmal ein Rezept und Equipment zusammen zu suchen scheint irgendwie schwieriger zu sein als es klingt, ich mache sowas echt selten. :S

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    1. Naja, dann muss man ja auch genau rechnen und sich erstmal ne Grundausstattung anschaffen und so. Zumindest, wenn man das etwas ernsthafter machen will. Ich bin da auch immer zu faul und mache mir Gedanken ob sich das lohnt, wenn ich nach zwei, drei Malen die Lust daran verliere...

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  2. Oh das sind ja fantastische Sets, das macht mir gerade unbändige Lust auf DIY-Experimente! :) Es würde mich wirklich mal interessieren, wie man das mit dem Phasen zusammenrühren richtig macht, ich "pfusche" da immer, weil ich normalerweise nur ganz einfache Produkte mache, in denen kein Wasser und so keine Konservierung (außer vielleicht ein paar Tropfen ätherische Öle) steckt. :)
    Liebe Grüße,
    Julia :)

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    1. Ja, Lust macht das auf jeden Fall! ;)
      Hier war es sicherlich alles aufeinander abgestimmt, dass es so leicht geht. Da reichte es wirklich, beides aufzuwärmen und zusammenzurühren. Wenn man das selbst macht, ist das aber sicher nicht ganz so easy peasy.

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  3. Mal ne ganz dumme Frage: gibt es außer dem Spaß noch einen Vorteil daran, das Zeug selbst zusammenzumischen?

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    1. Im Grunde nicht wirklich. Man bekommt ein bisschen den Bezug dazu, woraus Produkte so bestehen, und wie sie entstehen. Ein bisschen Gefühl dazu.
      Aber im Grunde gehts eher um den Spaß! :)
      Und vielleicht ist das auch wirklich eine Idee für die, die immer mal gern selbst rühren wollten, aber sich nicht trauen. Um Abmessungen und so brauch man sich hier ja keine Gedanken machen.

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