Sonntag, 15. September 2013

Flechtwerk: Pflegeroutine



Diesen Monat stellen wir euch, wie angekündigt, unsere jeweilige Pflegeroutine vor.

Meine Routine zieht sich in der Regel über etwa eine Woche hin. Das ist dann ein kompletter Zyklus, der mit der Wäsche beginnt und endet.
Je nach Stunden- oder Arbeitsplan wasche ich immer Sonntagabend oder Montagmorgen. Selbstverständlich gibt es auch Anlässe für die ich meine Haare außerhalb des Plans reinige. Ich versuche dann mit Verkürzungen oder Verlängerungen des Waschzyklusses wieder auf meinen Sonntag oder eben Montag zu kommen. So halte ich es schon lange und bis auf die Produkte habe ich selten etwas am Ablauf geändert. Größere Änderungen fanden immer nur über einen begrenzten Zeitraum statt.
Ich habe auf dem Blog schon öfter das ein oder andere aktuelle Produkt berichtet oder meine Pflege in Längenposts beschrieben, aber noch nie habe ich euch direkt eine Routine vorgestellt.


1. Waschen
Ich muss zugeben, dass ich mit meiner aktuellen Pflege eher unglücklich bin und darum gehe ich von meiner liebsten Routine, nicht meiner aktuellen aus. :)
Vorm Waschen wird gekurt. Wie beschreibe ich weiter unten.
Stehe ich erst mal unter der Dusche spüle ich meine Haare also mit sehr viel klarem und warmen Wasser aus. Oft heißt es, dass man die Haare nicht zu warm waschen soll, aber ich mache das einfach so, wie ich mag. Ist mir kalt kommt das Wasser halt heiß. Basta!
Nachdem ich die Haare sorgfältig gespült habe ist meistens immer noch viel, viel Kur im Haar. Darum shampooniere ich auch immer zweimal. Beide Male gebe ich Shampoo auf meine Hände und verreibe es. Dann schiebe ich sie ins Haar an der Kopfhut entlang, das ist für mich die beste Methode es zu verteilen. Reicht der erste Schwung nicht für den ganzen Kopf aus, gibt es das ganze noch mal für den Hinterkopf. Dann massiere ich etwas die Kopfhaut - auch hieraus mache ich nicht eine solche Zeremonie, wie andere. Habe ich mit reinem Öl oder sehr, sehr reichhaltig (zum Beispiel mit Heymountain Conditioning Cream) gekurt drücke ich den Schaum auch beide Waschdurchgänge in die Längen und lasse alles einwirken. Habe ich anders gekurt drücke ich den Schaum erst nach dem Einwirken durch die Längen, so dass er nur kurz in die Längen kommt.
Dann wird wieder sorgfältig gespült.
Danach kommt Spülung zum Einsatz. Die gebe ich etwa ab Ohrhöhe ins Haar. Oben etwas spärlicher, aber spätestens ab Schulter bekommen die Haare reichlich davon zu sehen.
Auch das wird dann gespült.

Zuletzt scheitele ich meine Haare schon in der Dusche (damit sich die Haare später im Handtuch nicht doof legen) und spüle mit kaltem Wasser durch.
Das Probepaket von RAHUA.
Nach dem Waschen lasse ich sie etwa eine Stunde im Handtuchturban. Ziemlich lang mögt ihr denken, aber so ist das einfacher und man kleckert nicht alles an, wenn man seine Haarpracht lufttrocknen lässt. Außerdem können die Haare weniger herum scheuern. ;)
Meine liebste Haarpflege ist übrigens von AUBREY ORGANICS, aber ganz bald werde ich einen vielleicht neuen Liebling testen: Die Haarpflege von RAHUA , über die man zwar weniges, aber sehr, sehr gutes liest. Ich werde auf jeden Fall berichten!

Meine Lieblings-Haarcremes: Cotton Candy und Lulu's Back in Town.
2. Pflegen
Nur mit dem Waschen ist man natürlich nicht fertig mit der Pflege, wenn das persönliche Ziel ist, das schönste Haar der Welt zu haben. ;)
In tolles Haar gehört meiner Meinung nach ein Leave In (siehe HIER). Das hat Stylinggründe, denn Frizz kann vermindert werden und das Haar schön glänzend gemacht werden, aber natürlich soll es auch pflegen.
Ein Mittel dazu ist Öl. Das ist aber nicht mein Favorit. Ich liebe als Leave In die Haarcremes von HEYMOUNTAIN! Sie pflegen gut, sind super zu dosieren und machen das Haar traumhaft duftig!



Kokosöl und Olivenöl - leicht zu bekommen und wirksam
fürs Haar. Ein Spezialöl für besondere Bedürfnisse.
3. Pre-Wash-Kuren
Mindestens genau so wichtig wie die Pflege zwischen den Wäschen ist die Pflege um die Wäsche herum. Shampoo pflegt prinzipiell wenig bis gar nicht, dafür ist es auch nicht da, sondern um zu reinigen. Darum ist es wichtig Spülung zu verwenden, denn die vermag es wenigstens ein bisschen zu pflegen, aber optimal ist auch die nicht, denn die Zeit im Haar ist kurz und allzu reichhaltig ist so eine Spülung auch nicht. Darum ist mein absolutes Zauberwort Pre-Wash-Kur!
Eine solche Kur kann mit einfachem Öl gemacht werden. Dazu reicht simples Olivenöl, Kokosöl oder man nutzt ein spezielles Haaröl. Auch billiges Pflanzenöl aus dem Supermarkt tut es, aber wichtig ist eben, dass es vollkommen natürlich ist. Mein Olivenöl ist ganz billig im Supermarkt zu bekommen. Das DABUR VATIKA habe ich hier genauer vorgestellt. Mein spezielles Haaröl ist das Triple Moon Hair & Scalp Anointing Oil von NIGHT BLOOMING. Das ist bei mir nämlich besonders angenehm, wenn ich juckende oder gestresste Kopfhaut habe. Auch für die Haare selbst ist es schön - mit Sonnenblumenöl, dem Hauptbestandteil, komme ich gut zurecht.
Meine Lieblings-Haarkur aus Condi und Öl!
Und dann habe ich noch meine absolute Lieblingskur. Sie ist ganz einfach herzustellen aus Öl und simpler NK-Spülung oder Kur. Ich nehme hierfür immer die Produkte von ALVERDE, da sie die Haare sehr weich machen. Ob da nun eine Spülung oder eine ausgeschriebene Kur genutzt wird macht keinen Unterschied. Beides wirkt sich in der Zusammensetzung mit Öl nämlich gleich aus.
Hier habe ich die Repair-Haarmaske mit Keratin, also Protein - ein wichtiger Stoff fürs Haar, und die Feuchtigkeits-Haarkur mit einem Rest Olivenöl und Leinöl vermischt.
Die richtige Menge von beidem hat man, wenn sich eine sämige Masse ergibt. Von der Mischung werden die Haare absolut traumhaft: butterweich, genährt und weniger anfällig für Bruch und Spliss.
Bei jeder Pre-Wash-Kur trage ich übrigens diese praktische Frisur!


Und sonst so?
Trockenshampoo. Mittlerweile komme ich eigentlich super über meine Woche ohne Wäsche, aber wenn ich viel in den Haaren gefummelt habe oder ich mal länger als eine Woche nicht Wasche, brauche ich zwischendurch eine kleine Auffrischung.
Und da nutze ich NIGHT BLOOMING's Herbal Dry Shampoo. Dieses ist etwas gewöhnungsbedürftig, da es im Gegensatz zu Babypuder & Co nicht sofort wirkt, sondern erst einen Moment braucht, um das Fett aufzusaugen. Ich gebe erst einen Schwung auf meine Hände, verreibe es zwischen ihnen und dann gehe ich damit direkt an den Ansatz - schiebe die Hände rein, als ob ich die Haare auflockern wollen würde. Ein paar mal an den sichtbaren Stellen wiederholt, einwirken lassen und dann mit der Wildschweinborstenbürste etwas auskämmen.


Und zum Schluss geht alles wieder von vorn los: Waschen, pflegen, kuren, waschen, pflegen...



Wie meine Blogpartnerinnen ihre Haare pflegen findet ihr
bei Zoey von Grow Beyond Your Limits,
bei Heike von haselnussblond,
bei Nessa von Haartraumfrisuren,
bei wuscheline.de
und bei Lenja vom waldelfentraum heraus!


Und im Oktober haben wir ein ganz besonderes Thema für euch: Märchenfrisuren.
Na, wer errät wovon ich mich hierfür inspirieren lassen werde? :)


Kommentare:

  1. Sehr intressanter Post! =)

    Leider durch die doch sehr helle Schrift auf weißem Hintergrund etwas schwer zu lesen.

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    1. Das hängt immer mit dem jeweiligen Bildschirm zusammen.
      Wenn du Probleme mit dem Text hast, markiere ihn einfach mal, das mache ich immer so und das geht einwandfrei! ;D

      Und gern! :)

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  2. Hast du zufällig auch Erfahrungen mit Haarseifen gesammelt??

    VG Jessica

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    1. Hi Jessica!
      Hab ich leider noch nicht, auch wenn das schon lange mal auf meiner To-Do-Liste stand. Irgendwie war ich dann mit Shampoos doch immer zufrieden.
      Falls du www.wuscheline.de noch nicht kennst, schaue mal dort, oder im Haarforum oder LHN. Da gibts ja etliche Mädels, die das nutzen. :)

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  3. Hi Nixenhaar,

    lese ich das richtig, du musst deine Haare nur einmal in der Woche waschen? Meine Haare sind schon nach dem zweiten Tag im Heimer und dann muss ich am dritten Tag auch schon wieder ran. Wie machst du das?

    VG
    Rosi von Aveda Invati

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    1. Hallo Rosi!

      Ja, da hast du richtig gelesen. Einmal wöchentlich.
      Das ging allerdings auch nicht von einen Tag auf den anderen, sondern das musste ich "üben".

      Das kann zwar nicht jeder, aber ich bin überzeugt, dass fast jeder seinen Waschzyklus mit etwas Geduld und Trockenshampoo verlängern kann. Das schont natürlich auch die Haare, da weniger mechanische Belastung auf sie wirkt. ;)

      Liebe Grüße!

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  4. Hallo ! :)

    Ich bin auch gerade dabei, und versuche, meinen Waschzyklus zu verlängern. Leider mache ich jede Woche Dienstags und Donnerstags Sport, bei dem ich seehr viel (auch am Kopf) schwitze, und einfach das Bedürfnis hab, meinen Kopf zu waschen


    Wie gehst du damit um? Hast du Tipps, wie ich das Waschen verhindern kann, mich abee trotzdem nicht eklig nach dem Sport fühle?

    Liebsten Dank und liebe Grüße :)

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    1. Ohje, tut mir Leid! Dieser Kommentar ist total unter gegangen! Eigentlich antworte ich immer!

      Mit Sport ist es immer etwas schwierig. Ich muss zugeben dass ich ja eigentlich auch ziemlich faul bin, was das betrifft. ;)
      Wenn ich Sport gemacht habe, sind meine Haare auch gern ein bisschen schnell fettiger. Da habe ich dann meist mit etwas Trockenshampoo geholfen. Das macht aber natürlich nur die Optik besser und nicht das Gefühl oder das Gewissen.
      Da hilft wohl nur richtiges Waschen. ALLERDINGS. Je nach Länge könntest du mal versuchen eine "Scalp Only" Wäsche zu machen Dabei werden die Längen aus dem Weg gehalten und wirklich nur die Kopfhaut gewaschen.

      Ansonsten hilft es mir auch nur mal mit Wasser durchzuspülen, wenn ich mich unwohl fühle aber noch nicht richtig waschen will. Meist gebe ich dann noch etwas Condi in die Längen das die gepflegt werden.
      Das kann die Wäsche nicht ewig rauszögern aber gerade nach dem Sport für Erfrischung sorgen. :)

      Ich hoffe du liest das noch und es kommt nicht ganz zu spät! :)
      Liebe Grüße!

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  5. Hi Nixenhaar,
    mich interessiert die Frage meiner Vorschreiberin auch brennend.
    Ich mache ebenfalls 2 - 3 mal die Woche Sport.
    Mir geht es oft so, dass meine Haare in den Spitzen trocken sind und für einen längeren Waschzyklus ok wären, aber die Haare direkt auf der Kopfhaut und bis ca 10 cm in die Längen hinein wirken sie doch nach 1-2 Tagen fettig.
    Der Effekt ist nach dem Sport noch stärker.

    Würde mich freuen, wenn du einen Tipp hast und antwortest.

    Viele liebe Grüße
    Anja

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    1. Hallo Anja!

      Ich verweise jetzt gern auf die Antwort zum vorigen Kommentar (aber nicht ohne schlechtes Gewissen...) und auch auf die Scalp Wäsche oder einmal mit Wasser durchspülen. Gerade das scheint mir passend bei dir. Schön Condi in die Längen und oben den Ansatz gut mit warmen Wasser massieren. Vielleicht mir sehr(!) stark verdünntem Shampoo. Währenddessen kannst du des Condi in den Längen lassen, so dass das austrocknende Shampoo dort nicht hinkommt.

      Prinzipiell sind das so DIE Tipps. Gerade auch Trockenshampoo hilft ja auch super, bei eher fettigem Haar.
      Prinzipiell ist es aber glaube ich auch einfach notwendig öfter zu waschen, wenn man viel Sport macht. Man schwitzt einfach und das will man ja nicht wirklich im Haar haben, oder?

      Dir auch liebe Grüße! :)

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