Montag, 11. Februar 2013

Fasten 2013 - Teil 4: Tage 1 bis 3


Freitag, 08.02.2013 - Tag 1
Diesen Tag startete ich ganz entspannt mit meinem Freund. Und zufällig wurden wir auch noch vorm Wecker wach - welch Luxus, das Gefühl zu haben, man hätte ausgeschlafen.
Eine Weile nachdem ich dann meinen Pflaumensaft getrunken hatte (der nicht so recht funktionieren wollte), gabs Frühstück. Mein Freund aß Schokomüsli und ein Brötchen. Bei mir gabs verdünnten Saft. Generell hat mein Freund den ganzen Tag über nur so leckeres Zeug gegessen. Später gabs bei ihm das tollste Obst, bei mir Tee. Zum Abendessen aß er nen tollen Salat mit Feta und Hähnchen (ich kann die perfekt saftigen Salat-Hähnchen-Stückchen braten!) und bei mir gab es Brühe. Prinzipiell stört es mich beim Fasten ja nicht, wenn andere Leute um mich herum essen, für mich ist das so ein Kopfding und dann lässt sich das auch problemfrei durchziehen.
Beim Spazieren: Mein
Freund, sein Tele und ich.
Das Fieseste ist, dass man so Gewohnheiten hat. Hier mal ein Häppchen naschen, da den Finger ablecken. Das ist es, was mir tatsächlich schwer fällt. Trotzdem. Er hat sich aber 1.000 mal entschuldigt, dass er so toll isst. Was solls... ;)
Nachmittags waren wir dann im Plänterwald spazieren. Dort gibt es den alten verlassenen Spreepark, den man für unverschämt viel Geld auch besichtigen kann (vorläufig mein Plan zum Geburtstag), von dem man aber auch schon einiges von außen sehen kann. Größtenteils sind wir aber an der Spree entlang geschlendert. Mit kurzer Zugfahrt waren wir nachher gute drei Stunden unterwegs. Das war sehr gut, auch wenn es zum Schluss recht kalt wurde und auch wieder anfing zu schneien.
Den Abend haben wir dann ganz ruhig ausklingen lassen. Der erste Tag verlief bezüglich des Fastens nicht besonders spektakulär. Der Hunger ging einigermaßen, mit viel Trinken kann man den gut unterbinden. Nur am Ende des Spaziergangs, als wir wieder in der Wohnung waren, merkte ich, dass ich doch ganz schön kaputt war. Später bin ich auch sofort eingeschlafen.

Samstag, 09.02.2013 - Tag 2
Den Tag startete ich wieder sehr entspannt. Jedoch merkte ich am Morgen schon, dass ich nicht unbedingt fit war. Bin ich auch sonst schon kein Morgenmensch, fiel es mir wirklich schwer aus dem Bett zu kommen. Also lungerte ich dann auch noch eine Weile darin rum, nachdem mein Freund aus dem Haus musste.
Den Tag selbst habe ich mit ganz undramatischen Sachen verbracht. Mein Kreislauf war den ganzen Tag über etwas schwächlich und pendelte sich erst Abends wieder ein, darum blieb ich auch erst mal in der Wohnung (meines Freundes) und räumte ein bisschen auf, wusch ab, so Haushaltssachen halt.
Heymountain - Vallée de Mai
Badetab
Später Abends fuhr ich dann zu mir und wollte meine Abendbrühe löffeln, doch die aufgetaute Brühe stand natürlich noch bei meinem Freund im Kühlschrank. Eeeewig habe ich dann gewartet, um aus dem Brocken Brühe-Eis aus dem WG-Kühlschrank genügend Flüssigkeit zu sammeln, nur um sie in meiner Hektik zu verschütten. (Das ist übrigens typisch Bobby - ich vergesse allzugern Dinge und bin unglaublich tollpatschig!) Um der Übelkeit, mit dem mein Körper so langsam gegen das ganze Wasser rebellierte entgegenzuwirken, machte ich mir dann Tee, den ich mit 1,5EL Honig süßte, um wenigstens etwas Nahrhaftes in meinen Körper bringen zu können. Später gab es dann auch endlich die etwas nachgesalzene und mit Hefeflocken aufgebesserte Brühe.
Der angelöste Badetab.
Welch tolles Gebilde. :)
Den Tag beendete ich dann nach einem langen Bad mit dem pflegenden Heymountain Vallée de Mai Badetab und Disneys Fantasia im Hintergrund. Danach fühlte ich mich unglaublich gut und unglaublich tiefenentspannt.
Beim letztjährigen Fasten hatte ich das Baden eher vernachlässigt, mein Plan ist es, in diesem Jahr wieder ganz regelmäßig in die Badewanne zu springen. :)
Auf meiner Trinkliste (ich schreibe auf, was ich trinke, damit es mir leichter fällt, das zu kontrollieren - sonst trinke ich eher wenig, aber auch wenn der Hunger aufhört, muss ich beim Fasten darauf achten genügend zu trinken) standen am Ende des Tages übrigens gute 4 Liter.

Mein Frühstück: Wasser und
Bio-Mehrfruchtsaft.
Sonntag, 10.02.2013 - Tag 3
Auch den Sonntag hatte ich frei und konnte den Tag in Ruhe (und mit einem Pflaumensaft) beginnen. Ähnlich wie beim ersten Fastentag, gestaltete ich den Vormittag und Mittag mit absoluter Anti-Hektik - ich las, guckte Fern, trank meinen verdünnten Saft. An diesem Morgen fühlte ich mich erstaunlich fit und kam auch recht gut aus dem Bett.
Früher als gedacht machte ich dann mit meiner Mitbewohnerin einen schönen Spaziergang am Teltowkanal entlang. Nach zwei Stunden waren wir wieder zu Hause. Mir war noch lange danach sehr kalt, mein Körper wollte nicht richtig warm werden. Auch etwas, was beim Fasten gern passiert. Helfen tut dann eine kuschelige Decke und Tee, eine heiße Dusche oder ein Bad. Ich entschied mich für die erste Option. Nach einigem Dösen gab es dann später  eine 250ml Brühe.
Abends lackierte ich mir noch die Nägel, kümmerte mich um meine Haare, guckte noch etwas fern und las weiter.
An dem Tag schaffte ich übrigens sogar über 5 Liter. ;)

Kommentare:

  1. Ich spaziere auch total gern durch den Plänterwald, am alten Spreepark entlang und generell so neben dem Fluss her. Teltowkanal steht auch noch auf meiner Spaziergehliste. :)

    Einen ganz Tag durchstehen, während neben mir lecker gegessen wird - und dann vielleicht selbst noch dafür kochen - da würde ich wohl ganz schön grantig werden. Natürlich ist es Kopfsache (und auch etwas Chemie/Biologie), aber da muss man trotzdem erst drüber wegkommen. ^^

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    1. Ich war ein bisschen enttäuscht vom Plänterwald. Ich war schon mal im Sommer da und da hats ganz gut gefallen, sind die Bäume aber ohne Blätter wirkt das alles nicht mehr so schön.
      Mein Freund wohnt übrigens in Friedrichshain, in der Nähe vom Plänterwald, ich in Steglitz, ganz nah am Teltowkanal. ;)
      Ich wusste gar nicht, dass du auch in Berlin wohnst! :)

      Ich bin ein Glück nicht so stimmungsanfällig. Ich kann Hunger, meine Tage oder sonst was haben, meine Laune bleibt meistens gut. :)

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