Montag, 28. Januar 2013

Fasten 2013 - Teil 2: Wie ich faste...

Die Fastenzeit gliedert sich in drei Teile: Abbautage, Fastentage und Aufbautage.
In diesem Post möchte ich erklären, was an dieser Einteilung so wichtig ist und wie ich sie gestalte.


Die Abbautage
Ein bis zwei Wochen bevor man mit dem Fasten so richtig los legt, sollte man schon beginnen, langsam weniger zu essen und gesünder zu leben.
In der ersten Zeit versuche ich schon auf Snacks und künstliche Getränke (zB. Cola...) zu verzichten. Ich versuche mehr Obst und Gemüse zu essen. Eine Woche vorm Fastenstart geht es dann richtig los: ich reduziere langsam meine Nahrungsaufnahme, damit ich in den ersten Tagen des Fastens nicht so sehr vom Hunger geplagt werde. Ich verzichte auf Kaffee & Co und trinke so viel, wie es geht. Obst und Gemüse steht oben auf dem Ernährungsplan, doch an den letzten beiden Tagen versuche ich mich besonders auf Gemüse zu konzentrieren, denn Zucker in zu großen Mengen kann, wie ich gelesen habe, ansonsten zur Übersäuerung des Körpers führen. Ich versuche mich möglichst leicht zu ernähren und mich öfter zu bewegen, denn dazu finde ich sonst im Alltag kaum Motivation.
Außerdem sollte man sich neben Kaffee von anderen Suchtmitteln lösen, wie zum Beispiel Zigaretten und Alkohol.
Ich verzichte in der gesamten Fastenzeit übrigens auch auf Kieselerde, welche meine Haare so mögen. (Oder von der ich mir zumindest einbilde, dass sie was bringt. Einbildung ist schließlich auch ne Bildung. ;) )

Die Fastentage
Wie ich bereits in meinem ersten Fastenpost beschrieb, faste ich möglichst klassisch, wenn ich mittlerweile auch ein paar eigene Einzelheiten hinzugefügt habe. Meine Fastenform richtet sich nach Buchinger/Lützner aus.
Prinzipiell geht das ganz einfach: Morgens gibt es verdünnte 250ml (100%igen)Obstsaft. So bekommt der Körper Vitamine und etwas Zucker um in den Tag zu starten. Verdünnt wird das ganze, damit man auch was davon hat. In Ruhe getrunken, gibt man dem Körper Zeit, die tollen Inhaltsstoffe des Safts aufzunehmen.
Abends gibt es dann 250ml Brühe. Diese selbst gemachte Brühe (ich werde noch berichten...) enthält noch einige wenige (nicht verkochte) Vitamine, Spurenstoffe und ist basisch, das heißt, dass sie dem Übersäuern des Körpers entgegenwirkt. Auch die Brühe sollte langsam genossen werden, damit der Körper die wertvollen Stoffe aufnehmen kann.
Weil ich aber überhaupt kein Brühefan bin, gibt es bei mir ab der zweiten Fastenwoche immer heißen, ungesalzenen Tomatensaft - der schmeckt dann wie eine ganz wunderbare Tomatensuppe!
Über den Tag trinke ich dann unglaublich viel stilles Wasser und aromafreien Tee. Wenn ich unterwegs bin, nehme ich mir einen halben Liter Pfefferminztee mit einem Esslöffel Honig mit - über den Tag verteilt getrunken habe ich immer etwas warmes dabei und kann mit dem Honig gerade am Anfang ein Absacken des Blutzuckerspiegels vermeiden.
Dann noch ein anderes Thema: Beim Fasten wird empfohlen, die Verdauung in Gang zu halten. Da der Körper das gerne sein lässt, wenn er nicht zu Essen bekommt, aber über den Darm auch viele Giftstoffe ausgeschwämmt werden, sollte man diesen Aspekt nicht außer Acht lassen. Viele schwören auf harte Abführmittel: Glaubersalz, Rizinusöl und Co, doch das ist mir zu heftig. Der eh schon schwache Körper sollte sich beim Fasten nicht noch mit so etwas herumquälen müssen. Nach verschiedenen getesteten Methoden trinke ich nun alle zwei bis drei Tage direkt beim ersten Weckerklingeln ein kleines Glas Pflaumensaft. Das schmeckt ganz gut und hilft genau so - nur ist viel sanfter zum Körper.
Ich versuche außerdem viel draußen zu sein - nicht unbedingt zum Sport machen, das ist nicht so mein Ding, aber um viel zu spazieren, auszulüften, erholen und so - so gute Sachen halt. :)

Die Aufbautage
Hier soll man den Körper langsam wieder an Nahrung und deren Verarbeitung gewöhnen.
Das Fasten breche ich mit einem tollen knackigen Apfel und dann baue ich ganz langsam auf. Zwei Äpfel, etwas mehr Tomatensaft, eine gekochte Kartoffel, ein Knäcke mit Hüttenkäse....ihr wisst, was ich meine.
Die Aufbautage sollten mindestens einem Drittel der Fastentage entsprechen, aber desto länger sie anhalten, desto besser ist es.
Die gesunde Ernährung in den Aufbautagen bietet auch einen tollen Einstieg in eine allgemein gesündere Ernährung.


Kommentare:

  1. Hey!
    Ich wünsch dir ganz viel Erfolg beim Fasten!
    Ich würd es auch sooo gern mal versuchen, es ist allerdings ganz wahnsinnig schwer in meinen Arbeitsalltag zu integrieren. Ich glaube, auch mein Stoffwechsel würde da nicht mitspielen, wenn ich nur ne halbe Kalorie weniger zu mir nehme als der Zicker gerne hätte, kann es passieren, dass ich ohnmächtig auf der Nase lieg... Ich denke, genau das soll durch die Abbautage verhindert werden, aber ich fürchte, nicht mal die würde ich durchhalten :(
    So lange muss ich mich wohl damit zufrieden geben, einfach auf gesündere Ernährung (und weniger Kaffee!!!) zu achten...
    Also, auf ein gutes gesundes Fasten für dich und weniger Industriezucker für mich! ;)
    LG

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    1. Ja, schon die Kleinigkeiten machen was aus. Bei meinem Freund trinke ich auch immer unglaublich viel Cola light. Sehr schlechte Angewohnheit, wenn man bedenkt, was da schon drin ist.
      Kaffee habe ich mir mittlerweile auch sehr abgewöhnt...
      Vielleicht ist eine vegetarische/vegane Ernährung für ein bis zwei Wochen eine Alternative für dich? Wenn du versuchst, die Kalorien nicht so sehr reduzierst?

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  2. Danke für die Schilderung. Etwas, was mich bisher beim Fasten immer sehr abgeschreckt hat, war eben die Sache mit dem Anregen der Verdauung. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass starke Abführmittel gesund sein sollen und andere verpassen sich ja sogar einen Einlauf - das wäre auch gar nicht meins. :(

    Wie geht es eigentlich deiner Haut beim Fasten? Wird die trockener? Schwitzt man mehr? Und den Haaren?

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    1. Nee, das kann ich mir nämlich auch nicht vorstellen. Ich hab das mal getestet am Anfang einer Fastenkur und fand das nicht so super... Ö.ö
      Ich glaube bei vielen "professionellen" Fastenkuren, also unter Aufsicht, wird das mit starken Mitteln und Einläufen gehandhabt, aber im Alleingang kann man das ja auch abwandeln. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht überschätzt oder das evtl. vorher mit einem Arzt besprechen, aber meine Erfahrung (und die vieler anderer)zeigt, dass es auch allein geht.

      Puh....also so Änderungen an Haut und Haar konnte ich bisher nicht feststellen, allerdings scheine ich da auch nicht so anfällig für zu sein.
      Schwitzt man mehr? Also ich nicht, aber man soll wohl anders riechen. Da man sich selbst nicht riecht habe ich im Vertrauen mal eine Freundin gefragt und sie hat gesagt, dass sie nichts festgestellt hat. Und unter meine Achseln lasse ich meine Mitmenschen auch nicht kriechen. ;)
      Man kann auch Mundgeruch bekommen, aber da bin ich in der Zeit auch sehr penibel. Durch viel Kräutertee kann man dem vorbeugen. Ich putze beim Fasten auch öfter die Zähne und habe immer ein Probefläschen Alverde Mundwasser dabei, da ich von Kaugummis und Co in der Zeit absolut nichts halte. So fühle ich mich vorbereitet und muss mir keine Gedanken um eventuelle "Notsituationen" machen.

      Ich weiß, ich bin jetzt sehr ausgeschweift. Ich kann dir nur noch mal über diese Seite hier ans Herz legen: www.heilfastenkur.de
      Du scheinst dich ja schon sehr dafür zu interessieren. :)

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    2. Danke für deine Infos, damit hast du einige meiner Zweifel ausgeräumt. :) Die Seite schaue ich mir auch noch an!

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    3. Gern!
      Wenn man selbst von etwas überzeugt ist, gibt man das ja auch gerne weiter.
      Ich finde es tatsächlich auch einfacher, nichts zu essen, als würde ich mich so beschränken, wie du es in deiner Ernährungskur vorhattest...weil der Hunger und die Gelüste gehen nach ein paar Tagen um. Bei solchen "Diäten" bleibt der Appetit ja meist doch bestehen. Gerade zu den kälteren Jahreszeiten.
      Bei mir zumindest. ;)

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