Freitag, 18. Januar 2013

Fasten 2013 - Teil 1: Rückblick und Ausschau

Jedes Frühjahr mache ich eine besondere Ernährungskur: ich faste. Und das jetzt schon seit drei Jahren. Dieses Jahr werde ich zum vierten Mal fasten und euch daran Teil haben lassen.

Doch warum mache ich das eigentlich?
Nun, da gehen wir mal ein paar Jahre zurück. Januar 2010 war ich mit einer Kommilitonin in Berlin unterwegs und wir endeten in einem kleinen Kreuzberger Café. Dort kamen wir zufällig aufs Thema: Fasten würden wir beide gerne mal ausprobieren, rein aus Neugier. Also beschlossen wir in der darauf folgenden Woche anzufangen.
Ich belas mich also fleißig im Internet und begann die Abbautage, die Zeit in der man seine Nahrung langsam reduziert. Auch für eine Fastenart entschied ich mich: während meine Freundin mit Almased, einem Pulver-Getränk, fasten wollte, fastete ich ganz klassisch mit viel Wasser und Tee und einem Glas Saft und Brühe pro Tag.
Ursprünglich hatten wir eine Woche angesetzt, doch ich fühlte mich während des Fastens so gut, dass ich es ganze zehn Tage ohne Nahrung aushielt.
Dieses gute Gefühl hielt noch eine ganze Weile an und auch die abgenommenen Kilos kamen erst wieder, als ich während eines Heimaturlaubs alles über gutes Essen vergaß.

Und die Jahre danach?
Die liefen auch recht gut. Bei meinem zweiten Fasten setzte ich gleich zehn Tage an und hielt diese auch ein. Ich fühlte mich wieder wunderbar und nahm auch ein paar Kilo ab. Nach der Fastenzeit ging ich die Aufbautage ganz behutsam an und konnte sogar weiter abnehmen, bis ich in einem Heimaturlaub wieder in alte Muster zurück fiel und ein wenig (aber nicht alles) wieder zunahm.
Das dritte Jahr verlief leider nicht ganz so gut. Ich fastete zwei Wochen. Da war alles gut, jedoch verliefen die Aufbautage durch vielen persönlichen Stress und eine neue Wohnsituation (das erste Mal in einer WG) nicht so super. Das tolle Gefühl war schnell weg und das Abgenommene dafür schnell wieder drauf.

Und wie wird es dieses Jahr?
Also ich bin überzeugt, dass es dieses Jahr besser denn je wird. ich habe bereits einiges an Erfahrung gesammelt. Noch dazu bin ich gewohnt ans WG-Leben, ich bin in einer tollen Beziehung und mein Freund möchte die Ab- und Aufbautage mitmachen und sich auch während der Fastentage gesund ernähren. Auch bin ich emotional gefestigt, was bei der Ernährung bei vielen eine große Rolle spielt.
Ich möchte wieder vierzehn Tage fasten. In drei Wochen, zur Feier des Endes des Semesters, soll es los gehen und ich bin hoch motiviert. Ich möchte in der Zeit weniger arbeiten, als sonst in den Semesterferien üblich und auch nicht ganz so häufig. Ich möchte dieses Jahr die Zeit viel für mich und meine Mitmenschen haben, das tolle Gefühl genießen und Stress umgehen.
Und natürlich habe ich auch den Plan, das Abgenommene zumindest zum Teil, so zu halten. ;)


Interessiert ihr euch fürs Fasten, kann ich euch ganz besonders diese Webseite empfehlen: www.heilfastenkur.de.
Jedes Jahr hole ich mir wieder einen Haufen an Ideen und Motivation dort. Diese Seite ist wirklich wunderbar und enthält alle nötigen Informationen.
Ansonsten bekommt ihr in der kommenden Zeit auch das ein oder andere von mir. :)


Kommentare:

  1. Da bin ich mal gespannt, was du so berichtest. Vielleicht ringe ich mich ja irgendwann auch zu einem richtigen Fasten durch, wenn ich eines fernen Tages nicht mehr für's Examen ackern muss. :)

    Dass dein Freund dich unterstützt finde ich gut. Die Mutter meines Freundes fastet auch jährlich - und ihr Mann hat keine Skrupel, sich dann zum Frühstück, wenn sie nur ein Glas Wasser trinkt, Eier mit Speck zu brutzeln. ;)

    LG
    Liath

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja....soooo sehr unterstützt der mich dann glaub ich auch nicht. Es bleibt abzuwarten. ;)
      Nur hat er ganz schön zugelegt, seitdem wir zusammen sind (ein dreiviertel Jahr) und will das gerne wieder weg haben und das gibt dann schon nen Anreiz, ein bisschen mitzuziehen.

      Das andere Leute um mich herum essen stört mich ab dem dritten oder vierten Tag übrigens gar nicht mehr und auch davor nur marginal. Das ist dann sone Einstellungs- und Kopffrage.
      Kritisch wird es nach dem Fasten. Da würde ich dann schon gern mal ein bisschen sündigen und dann stört es mich auch, wenn andere Leute um mich herum viel Tolles essen....

      Löschen
  2. Das klingt wirklich spannend. Ich muss zugeben, dass ich mich noch nie mit diesem Thema beschäftigt habe und finde daher diesen Einblick sehr interessant. Ich nehme an du wirst zu gegebener Zeit dann auch noch etwas zu den Aufbau- und Abbautagen schreiben?

    Liebe Grüße
    °Sun

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, auf jeden Fall. Auch von der allgemeinen Vorbereitung will ich berichten und etwas in Richtung Fasten-Tagebuch machen.
      Ich freue mich sehr, dass das Thema so Anklang findet! :)

      Löschen
    2. Großartig! Da bin ich schon gespannt :)

      Löschen
  3. Dein Vornehmen die Semesterferien mal wirklich zu geniessen klingt super! Ich habe in den Niederlanden studiert und hier hatten wir zwar im ganzen jahr 'nur' 10 Wochen frei, 8 davon (juli und august) hatten wir aber auch wiiiiiiiiiiirklich FREI. Am Anfang war ich immer ganz neidisch auf die Deutschen Studenten die soooo viel semesterferien hatten bis ich mekrte dass sie trtzdem nie ganz abschalten konnten. Ich wünsche dir dass es klappt.

    Ja und das Fasten klingt auch gut. Es klingt so als ob es dir jedes Mal leichter fällt, aber ich kann mir vorstellen, dass es jedes Mal auf's neue eine riesige Herausforderung ist. Ich wünsche dir ganz viel erfolg und gute Momente in den 14 Tagen! Liefs, liv

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja....ich muss in der Zeit noch irgendwie mit meinen zwei Hausarbeiten anfangen, aber ich will auf jeden Fall mal den üblichen Stresslevel runter fahren. Ohne Uni fällt ja auch schon vieles weg. :)
      Vielen Dank für die liegen Wünsche.

      Was hast du denn studiert?

      Löschen
  4. Hey, das klingt super interessant und du hast mich doch glatt neugierig gemacht! =) Würde ich nicht mitten in den Prüfungsvorbereitungen stecken, würde ich mich glatt darin einlesen.
    Ich bin gespannt auf deine Berichte und werde das sicher auch mal ausprobieren (zu einem geeigneterem Zeitpunkt).

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mein erstes Fasten habe ich auch um die Prüfungszeit gemacht und jeder war schockiert, dass ich das in dieser Zeit wage. Da ich mir darum gar keinen Kopf gemacht hatte, war das für mich gar kein Problem. :)

      Es ist auf jeden Fall eine spannende Sache.
      Ich kenne viele, die sich dafür nicht bereit fühlen und sagen, dass sie das nie könnten. Dann denke ich, ist das auch nicht möglich, aber der Verzicht auf Essen findet (bei mir zumindest) im Kopf statt und wenn man das will, dann geht das auch und man kann es genießen und muss nicht ständig überlegen, was man nun verpasst.

      Löschen
  5. interessant.
    ich probiere es jedes jahr im sommer mit fasten und bittersalz, halte es aber nie länger als 3 tage durch. dies liegt einerseits daran, dass ich 5x die woche sport treibe und da einfach energie brauche, die aber durch säfte nicht genug bekomme. wenn ich keinen sport mache, bin ich miss zickig :D
    zweitens bin ich ein essensfixierter mensch. beim lernen denke ich oft ans essen. wenigstens esse ich gesund, sonst würde ich ganz anders aussehen :D

    tust du auch bittelsalz nehmen oder entgiftest du nur durch keine nahrung nehmen?

    lg
    svetlana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mit so viel Sport ist es natürlich schwierig, so etwas zu machen. Ich denke, das ist nur möglich, wenn man sich beim Sport dann wenigstens ein bisschen zurück nimmt.
      Ich denke auch sehr viel ans Essen. Beim Fasten beschäftige ich mich sogar intensivst mit Rezeptbüchern und Koch-Webseiten und finde darin Ersatzbefriedigung. ;)

      Bittersalz finde ich beim Fasten nicht so gut, da es doch sehr aggressiv ist und den Körper unnötig belastet.
      Beim ersten Fasten habe ich der Verdauung nicht geholfen. Beim zweiten Fasten habe ich es auch mit Chemie probiert, was aber nicht so begeistert. Beim dritte Fasten habe ich es mit Pflaumensaft probiert - einem sehr sanften Helferlein - und war sehr glücklich damit. Deshalb werde ich es dieses Jahr wieder damit machen.
      Auf der am Ende des Posts genannten Webseite findest du übrigens auch ganz viel Information zu dem Thema. Dort werden auch verschiedene Methoden hilfreich verglichen.

      Löschen
  6. Das ist interessant, da freue ich mich auf weitere Posts zu dem Thema. Noch habe ich mich noch nicht an das Fasten getraut, ich habe da auch etwas Angst um meinen Kreislauf. Nach meinem Examen wäre es aber sicher mal nicht verkehrt, dann würde mich auch nichts hindern. Hey, man spart sich da auch viel Zeit oder, vieles an Einkaufen, Kochen etc. fällt ja dann weg? ^^

    Liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ohje....ihr scheint ja alle riesige Prüfungen schreiben zu müssen! Ö.ö

      Probiers mal, es ist echt ein Erlebnis.

      Und ja...die gesparte Zeit ist toll. Man muss schon einiges machen und vorbereiten und so, aber der Aufwand ist dann eben doch wesentlich geringer und da macht es Spaß und man fühlt sich auf einmal ganz frei...

      Löschen