Montag, 23. April 2012

Meine Haargeschichte

Als ich klein war hatte ich immer ziemlich helle Haare. Im Sommer waren meine Haare sogar richtig hellblond.

Später dunkelten sie dann etwas nach und als ich eingeschult wurde hatte ich schon ein recht dunkles Blond. Meine Haare waren in der Grundschulzeit ziemlich lang. Ich schätze die Länge lag zwischen Hüfte und Steiß. Als ich dann älter wurde gefiel mir das nicht mehr so und ich ließ meine Haare mit zehn abschneiden. Erst trug ich sie auf schulterlänge, später auf kinnlänge.
Mit zwölf entschied ich dann, dann ich kurze Haare will und schnipp-schnapp, waren die Haare ab. Damals bekam ich auch meine ersten Strähnchen.Das behielt ich einige Zeit so bei, danach probierte ich aber verschiedene Haarfarben. Vor allem ein besonders schönes Aubergine ist mir in Erinnerung geblieben. Ich sah schrecklich aus und die dunkle Farbe machte mich unglaublich blass.
Mit vierzehn hatte ich eine dunkelbraun-pinke Kombi auf dem Kopf. Zur Jugendweihe bekam ich nämlich passend zum Outfit ziemlich fesche pinke Strähnchen.
Danach habe ich laaange ein ganz schlimmes gelbstichiges Blond getragen. Die Haare wurden wieder etwas länger und bewegten sich längenmäßig so ums Kinn. Dann färbte ich irgendwann rotbraun, und ließ die Naturhaarfarbe rauswachsen. Dabei wuchsen auch die Haare selbst wieder ein Stückchen.

Die Haare wuchsen dann noch ein Jahr weiter, bis ich wieder entschied sie abzuschneiden. Die Haare waren wohl irgendwo unter der Schulter, als ich mir einen kinnlangen stark durchgestuften Schnitt wünschte, damit meine Naturwelle schön raus kommt. Was ich bekam war ein ohrlanger Topfschnitt. Das war genau der Moment, als ich entschied meine Haare wachsen zu lassen, allerdings noch ohne Ziel.
Das Bild hier war schon ein paar Monate nach dem Friseurbesuch.Circa ein Jahr nach dem desaströsen Friseurbesuch war ich schon ein Weilchen als Au Pair in England und wünschte mir etwas Abwechslung. Ich wollte blond werden. So richtig. Doch weil mir die Friseurin empfohl Strähnchen zu machen entschied ich mich für diese Methode.

Meine Friseurin in England liebte ich. Sie war die einzige, die mich wirklich glücklich machte. Mit der Farbe war ich so oder so zufrieden, aber auch mit den Schnitten (ich ließ meine Haare dort nur zwei Mal schneiden, aber trotzdem ;) ) war ich mehr als zufrieden.
Ich ging sehr oft dorthin. Alle sechs Wochen ging ich zum Strähnen, damit ich heller wurde und damit man den Ansatz nicht so sehr sah.
Lange hatten meine Haare das mitgemacht, doch als ich beim letzten Mal zugucken musste, wie beim Kämmen einzelne Strähnen mit ausgekämmt wurden wusste ich, dass ich mir zurück in Deutschland was anderes überlegen musste.
Als ich den Ansatz nicht mehr aushalten konnte habe ich dann in Caramelbraun übergetönt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich tatsächlich meine kaputt blondierten Haare geglättet. Ups. Aber ein Glück hab ich das nur 1-2 Monate regelmäßig durchgezogen.Weil mir die Farbe gefiel und ich sie dauerhaft wollte griff zu einer 10-Minuten-Färbung vom selben Hersteller - zum einzigen Caramelbraun das ich finden konnte. Das Ergebnis war fast schwarzes Haar.
Tatsächlich war das aber für sehr lange Zeit das letzte Mal das ich gefärbt hatte.

Im Sommer 2010 stieß ich auf das Haarforum.
In einer Hauruckaktion kaufte ich mir nach der Arbeit die Hibiskus-Serie von alverde, Kokosöl und Natron um auf Naturkosmetik umzustellen. Zu Hause machte ich dann zwei Natronwäschen und bekam absoluten Horror. Meine Haare waren zu einem Klumpen Filz geworden und ich brauchte über eine halbe Stunde um sie zu entwirren. Ich tat dann die alverde-Kur ins Haar und ließ sie einige Stunden einwirken, wusch sie später aus und gab Kokosöl ins nasse Haar, um dann zum Kino zu hetzen. Ich merkte dann, dass meine Haare nicht trocknen wollten und musste sie hoch binden – in meinem Übermut hatte ich viel zu viel Kokosöl in die Längen gegeben.
Seitdem habe ich vieles getestet und gelernt. Allerdings soll die Natronwäsche von 2010 die einzige bleiben. ;)

Nach über drei Jahren Farbabstinenz unterschieden sich nur noch die Längen von meiner Naturhaarfarbe. Meistens fiel nicht mal das auf.
Ende 2011 habe ich mich dann nach langer Überlegung zum Henna entschieden.
Hier soll die Geschichte erstmal enden. :)

1 Kommentar:

  1. Eine tolle Chronic! ich liebe die Fotos der verschiedenen Phasen und Stile :) LG liv

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